Webkonferenzen

Auch wenn es moment nicht möglich ist, die „Face-to-Face“-Situation im Klassenraum 1:1 nachzubilden, wünschen sich viele Lehrkräfte die Möglichkeit, per Audio und ggf. auch Video mit Ihren Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten. Diese Form des Onlinekontakts nennt man „Webkonferenz“.

Eine grundsätzliche Empfehlung für nur einen Dienst auszuspechen, ist auf Grund unterschiedlicher Wünsche und Bedürfnisse kaum möglich. Zudem sind derzeit weltweit Schulen, Unternehmen und anderen Einrichtungen auf der Suche nach entsprechenden Diensten, wodurch diese Dienste auch zum Teil an ihre Belastungsgrenzen kommen.

Prinzipiell ist es sinnvoll, dass sich eine Schule intern auf einen Dienst einigt. Hierbei gibt es eine große Auswahl. Beim Einsatz sind neben rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen natürlich auch pädagogische und didaktische Aspekte zu beachten

Rechtliche und organisatorische Aspekte

Was ist der Unterschied zwischen Video- und Webkonferenz?

An dieser Stelle sei auf die Begriffsklärungen für Videokonferenz und Webkonferenz hingewiesen. Was aktuell in der Schule verwendet werden soll, ist Webkonferenz! Bei Wikipedia findet sich ein Liste von Webkonferenz-Lösungen

Welches Konferenzsystem kann/soll unsere Schule verwenden?

Benutzen Sie hierzu folgende Entscheidungshilfe:

Entscheidungshilfe-Videokonferenzsystem

Herzlichen Dank für die Bereitstellung an die BdB-Gym-Oberbayern-West

Soll ein Dienst eingekauft oder selbst aufgesetzt werden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten sondern ist abhängig von diversen Faktoren, nicht zuletzt den personellen und finanziellen Ressourcen einer Schule.

Vielfältige Informationen zum Anmieten von DSGVO-konformen, fertig eingerichteten jitsi- oder BigBlueButton-Server  sowie zum eigenen Aufsetzen finden Sie auf der Homepage unserer Kollegen aus Oberbayern-West.

Momentan stellen viele kommerzielle Anbieter ihre Videokonferenzsysteme zeitlich beschränkt auch kostenfrei oder vergünstigt zur Verfügung. Sollten Sie sich für einen solchen Dienst entscheiden, achten Sie darauf, dass nicht zu lange Vertragslaufzeiten eingegangen werden. Wichtig ist auch hier, dass die Dienste DSGVO-konform sind und dementsprechend ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag vorliegt.

Welche rechtlichen Aspekte sind beim Einsatz von Webkonferenzen zu beachten?
Beim Einsatz von Webkonferenz-Tools ist die Beachtung von datenschutzrechtlichen Vorgaben unerlässlich. Beim Abhalten von Konferenzen können neben den Namen der Schülerinnen und Schüler auch Gesichter sowie Stimmen aller beteiligten Personen übertragen werden. Dies sind vom Gesetzgeber streng geschütze Sphären und Daten und bedürfen daher der sicheren Handhabung. Hinweise sowie Bestimmungen zum Datenschutz finden Sie in den Angaben oder  FAQ-Seiten zu der jeweiligen Dienste.
 
Die Nutzungsbedingungen, inbesondere die der kommerziellen Dienste, sind oft nicht auf einen Einsatz in Schulen ausgelegt, sondern für Wirtschaftunternehmen, in denen die TeilnehmerInnen volljährig sind. Vor dem Einsatz des Webkonferenz-Tools muss daher in allen Fällen eine Einwilligungserklärung von Erziehungsberechtigten aber auch den Schülerinnen und Schülern eingeholt werden.
 
Der Einsatz eines Webkonferenz-Tools sollte vor der Verwendung vom Datenschutzbeauftragten der Schule überprüft werden.Die Entscheidungshoheit liegt - in Absprache mit dem Beauftragten/der Beauftragten für den Datenschutz - bei der Schulleitung der jeweiligen Schule. Diese trägt gegebenenfalls auch das rechtliche Risiko. Die Berater für digitale Bildung können hier nur beratend tätig sein, aber keine Entscheidung oder gar Systembereitstellung für eine Schule übernehmen.
Welche organisatorischen Aspekte sind beim Abhalten von Videokonferenzen zu beachten?
Da sich derzeit viele Eltern ebenfalls im Homeoffice befinden, kann es durchaus sein, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler Zugriff auf geeignete Geräte haben oder die Bandbreite für paralleles Arbeiten nicht ausreicht. Weiterhin ist zu bedenken, dass nicht alle TeilnehmerInnen immer über einen ruhigen und abgeschlossenen Raum verfügen, um störungsfrei an der Videokonferenz teilzunehmen.
 
Insgesamt kann daher nicht sichergestellt werden, dass alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse zu der Zeit der Live-Videokonferenz auch sinnvoll und konzentriert teilnehmen können. Bieten vermehrt Lehrkräfte Webkonferenzen an, kann es zu zeitlichen Überschneidungen kommen. Dies sollte genauso verhindert werden wie stetig steigende Bildschirmzeiten für die Schülerinnen und Schüler.
 
Aufgrund dieser Aspekte können Videokonferenzen derzeit nur Tool gelten, dessen Teilnahme freiwillig seitens der Schülerinnen und Schüler geschieht. Infolgedessen kann auch kein neuer Lernstoff vermittelt werden, wenn nicht im Sinne der Bildungsgerechtigkeit sichergestellt werden kann, dass alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit haben, diesen auch konzentriert und störungsfrei aufzunehmen (möglich wäre dies aber mitunter mittels eines Lernvideos, eventuell von der Lehrkraft erstellt).    

Pädagogische und didaktische Aspekte

Was sollte bei der Planung von Webkonferenzen bedacht werden?

Grundsätzlich sollte immer beachet werden, dass auch durch den Einsatz von Webkonferenzen der reguläre "Präsenzuntericht" nicht 1:1 abgebildet werden kann. Dies liegt neben der grundsätzlich ungewohnten Situation natürlich vor allem daran, dass die dafür notwendige Gerätschaft und die digitale Infrastruktur (und -in Zeiten von Home-Office- die zeitlichen Ressourcen) nicht für alle Schülerinnen und Schülern gleichermaßen zur Verfügung stehen. Vor dem Abhalten einer Webkonferenz sollte sowohl der pädagogische als auch didaktische Sinn immer überlegt sein.

Folgende Aspekte sollten daher grundsätzlich bedacht werden:

  • Was ist das Ziel der Webkonferenz (z.B. Vermittlung von Inhalten, Fragerunde, Begleitung bei Übungsphasen, "zwischenmenschliche Aspekte" usw...) ?
  • Welche Ausstattung steht den Schülerinnen und Schülern zu Verfügung?
  • Ist eine Vorbereitung von Materialien/Inhalten durch die Schülerinnen und Schüler nötig oder sinnvoll?
  • Welche weiteren Aufgaben haben die Schülerinnen und Schüler am gleichen Tag zu erledigen (Absprache mit Kollegium)?
  • Welcher Zeitrahmen ist für die Konferenz sinnvoll (max. eine Stunde)? Gab es zuvor eine Konferenz, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmern ggf. eine Pause benötigen?
  • usw...

 

Philippe Wampfler (Deutschdidaktik der Universität Zürich) teilt in diesem Video seine Erfahrungen mit:

Welche Regeln gibt es für Webkonferenzen?

Dieses Dokument stellt übersichtlich 10 Regeln für den Unterricht in Form von Onlinekonferenzen zur Verfügung.

Herzlichen Dank für die Bereitstellung an das Medienkompetenzteam der Gymnasien in Oberfranken.

10_Regeln_Online-Konderenz

In welchen Jahrgangsstufen ist der Einsatz von Webkonferenzen sinnvoll?

Grundsätzlich ist es sicherlich einfacher, mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe mittels Webkonferenzen Fernunterricht abzuhalten. Ältere Schülerinnen und Schüler sind zumeist mit einem Gerät ausgestattet, mit dem sie teilnehmen können (mindestens Smartphone). Dies sollte jedoch auch überprüft/abgefragt werden.renz Fernunterricht zu halten.

Bei Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe muss beachtet werden, dass eine benötigte Ausstattung und auch die nötige Kompetenz, um mit diesen Tools ohne Anleitung sinnvoll umzugehen, in geringerem Maße vorhanden ist. Daher sollte beim Einsatz der Konferenzsysteme auf jeden Fall eine Art "Einführung" (evtl. durch den Klassleiter/die Klassleiterin) stattfinden. Zudem sollten Räume zur Anleitung und Nachfrage geschaffen werden. Da die Bildschirmzeit von Schülerinnen und Schülern in Zeiten des "Unterrichts zu Hause" sowieso schon erhöht ist, sollten Webkonferenzen auch wirklich nur gezielt und nicht "um des Unterrichts willens" eingesetzt werden.

Bitte beachten Sie, dass Webkonferenzen  aus den genannten technischen aber auch pädagogischen Gründen nicht zu verpflichtenden Unterrichtsphasen erklärt werden können und sollten.

Welche sinnvollen Einsatzszenarien gibt es für Webkonferenzen?

Eine Webkonferenz kann unterschiedliche Ziele und damit auch diverse Formate haben. Einige Möglichkeiten sind:

  • Webkonferenz zum Vermitteln von Fachinhalten:
    Die Lehrkraft stellt (ähnlich wie im Frontalunterricht) neue Inhalte vor und ist für Rückfragen verfügbar. Möglicherweise ist in einem gewissem (sehr beschränktem) Rahmen auch ein fragend-entwickelndes Unterrichtsvorgehen möglich.
  • Webkonferenz als Übungsstunde:
    Die Lehrkraft stellt Übungsaufgaben zur Verfügung, die gemeinsam bearbeitet und besprochen werden. Die Schülerinnen und Schüler können bei Fragen unmittelbar auf die Lehrkraft zurückgreifen.
  • Webkonferenz als Fragestunde:
    Die Lehrkraft steht im Webkonferenz-Raum für Fragen von Seiten der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, die in einer eventuellen Selbstlernphase aufgekommen sind.
  • Webkonferenz als "Work-Time":
    Die Webkonferenz dient lediglich als "zeitlicher Rahmen" für (gemeinsame) Arbeitszeit. Die Lehrkraft startet die Konferenz und die Teilnehmer arbeiten selbstständig an ihren Materialien, können sich aber bei Bedarf auch kurz gegensetig absprechen. Dies kann vor allem für Schülerinnen und Schüler hilfreich sein, die Probleme mit dem Selbstmanagement und der eigenen Motivation haben. Der "zwischenmenschliche" Aspekt (nicht allein lernen) steht hier gegenüber dem fachlichen im Vordergrund.
  • Webkonferenz als Zeit für Gruppenarbeiten:
    Die Webkonferenz dient dazu, Schülerinnen und Schülern einen Raum zum gemeinsamen Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können zumindest im begrenzten Rahmen auch beim Fernunterricht gemeinschaftlich Ergebnisse erarbeitet werden. Hier bietet es sich an, einen "Klassenraum" für alle sowie weitere Räume für die Gruppenarbeiten zu erstellen. Manche Tools stellen eine Funktion hierfür sogar schon intern bereit (z.B. die Breakout-Räume von BigBlueButton).

Fragen zu konkreten Konferenz-Tools

Welche Konferenzsysteme dürfen in der Schule verwendet werden?

Eine grundsätzliche Empfehlung für nur einen Dienst auszuspechen, ist auf Grund unterschiedlicher Wünsche und Bedürfnisse kaum möglich. Zudem sind derzeit weltweit Schulen, Unternehmen und anderen Einrichtungen auf der Suche nach entsprechenden Diensten, wodurch diese Dienste auch zum Teil an ihre Belastungsgrenzen kommen.

Bei der Auswahl eines Konferenzsystems sind natürlich die rechtlichen Aspekte, insbesondere der Datenschutz zu beachten (vgl. entsprechende Unterpunkte). Die Entscheidung über das verwendete Konferenzsystem an einer Schule sollte die Schulleitung in Absprache mit dem Datenschutzbeauftragten treffen. Die Berater für digitale Bildung können aufgrund der jeweils sehr individuellen Voraussetzungen der Schulen nur beratend tätig sein und keine "Erlaubnis/Verbote" für die Verwendung bestimmter Dienste aussprechen.

Kann ich den Dienst zoom.us an der Schule für Videokonferenzen nutzen?

Als Entscheidungsgrundlage für diese Frage möchten wir (mit Hinweis auf das KMS vom 12.03.2020 und geltenden Datenschutzbestimmungen) auf folgende Veröffentlichungen hinweisen:

Die Entscheidung für den Einsatz eines Videokonferenz-Dienstes liegt bei der entsprechenden Schulleitung in Absprache mit der/dem Datenschutzbeauftragten der Schule.

Prüfen Sie bitte vor dem Einsatz von Videokonferenzen den pädagogischen und didaktischen Sinn dieser. Beachten Sie, dass es sich nur um freiwillige Angebote handeln kann, da nicht immer sichergestellt ist, dass die dafür notwendige Gerätschaft und Infrastruktur (und -in Zeiten von Home-Office- die zeitlichen Ressourcen) bei allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen.

Informationen zum Einsatz von jitsi (inkl. Aufsetzen eines eigenen jitsi-Servers)

Vielfältige weitere Informationen sowie Anleitungen zum Aufsetzen eigener Konferenzsysteme (auch für jitisi) finden sich auf der Homepage unserer Kollegen aus Oberbayern-West. Vielen Dank an Benjamin Götzinger und Thomas Nörpel für die umfangreiche Zusammenstellung!

Vielfältige weitere Informationen sowie Anleitungen zum Aufsetzen eigener Konferenzsysteme finden sich auf der Homepage unserer Kollegen aus Oberbayern-West. Vielen Dank an Benjamin Götzinger und Thomas Nörpel für die umfangreiche Zusammenstellung!

Fragen zu Microsoft Office 365

Hinweis: Die Berater digitale Bildung wurden erst mit der Veröffentlichung des KMS I.4-BS1356.5/158/77 vom 13.05.2020 über die Möglichkeiten des Einsatzes von Teams informiert. Uns sind über die allgemeinen, aus dem KMS sowie der Homepage des Kultusministeriums keine weiteren Informationen bekannt. Daher können wir an dieser Stelle lediglich die Informationen des Referats I.4 im Ministerium weitergeben.

Ist Office 365 inkl. Microsoft Teams jetzt offiziell freigegeben?
Tatsächlich hat das Kultusministerium mit dem KMS „Einsatz digitaler Medien im Fall von längerfristiger Unterrichtsbeeinträchtigung aufgrund des Corona-Virus“ vom 12.03.2020 unter Punkt 2 Office 365 als alternatives digitales Werkzeug angeführt. Zudem wurde am 13.05.2020 offiziell bekannt gegeben, dass den weiterführenden Schulen auch die Videokonferenz-, Chat- und Cloudspeicherfunktionen von Microsoft Teams for Education zentral zur Verfügung gestellt werden kann.
Wichtig ist jedoch zu betonen, dass in beiden Fällen auf die zeitliche Begrenzung der Nutzung hingewiesen wird! Auch die vom Kultusministerium bereitgestellte Lösung ist nur in Zeiten der Corona-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen vorgesehen.
Für den LfD ist es wichtig, dass die jetzt in der Krise eingesetzten „digitalen Werkzeuge“ keine längerfristige Bindung haben, wenn sie, was in der aktuellen Situation natürlich nicht möglich ist, nicht abschließend geprüft sind. In seiner Sonderinformation weist der LfD ausdrücklich auf die nur vorübergehende Einsatzmöglichkeit hin. Längerfristige vertragliche Bindungen der Schulen sollten vermieden werden. Zu bedenken ist außerdem, wie bei allen Produkten, die einen Vertragsschluss (z. B. durch Akzeptieren der Nutzungsbedingungen des Anbieters) voraussetzen, dass die Nutzung freiwillig ist und bei Minderjährigen der Einwilligung der Erziehungsberechtigten bedarf. Ein Freifahrtschein für eine Nutzung von Office 365 über die Zeiten von Corona hinaus kann daher keineswegs abgeleitet werden. Über den Einsatz von Webconferencing-Tools an einer Schule entscheidet letztendlich der/die Schulleiter/in nach Beratung mit dem/der Datenschützer/in. Der Schulleiter trägt daher in letzter Instanz auch die Verantwortung dafür, dass die Vorgaben zum Datenschutz eingehalten werden.
Steht die MS Teams-Lösung des Kultusministeriums auch "nach Corona" noch zur Verfügung?
Der entsprechenden Seite des Kultusministeriums ist zu entnehmen: "Die Nutzung der Anwendung ist ausschließlich für die Erfüllung des pädagogischen Auftrags der Schule in Zeiten der Corona-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen vorgesehen. Insbesondere ist die Anwendung nicht für Prozesse der Schulverwaltung oder die Privatkommunikation vorgesehen. (...) Die Ausgestaltung einzelner Vertragsbedingungen der Fa. Microsoft, die auch für Teams gelten, wird derzeit von Datenschutzaufsichtsbehörden geprüft. Das vorliegende Angebot für die Schulen ist auch deswegen konsequent auf die erforderlichen Komponenten beschränkt, gibt eine datenschutzfreundliche Konfiguration zwingend vor und steht nur für die Zeit der COVID-19-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen sowie auf freiwilliger Basis zur Verfügung." Weitere Informationen zum darüber hinausgehenden Fortbestehen sind den BdBs zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt.
Kann die Schulleitung Lehrkräfte und Schüler*innen zur Nutzung von MS Teams verpflichten?
Der entsprechenden Seite des Kultusministeriums ist zu entnehmen: "Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Teams erfolgt auf Grundlage einer (freiwilligen) Einwilligung der Betroffenen (Art. 6 Abs. 1 Buchst a DSGVO). Schülerkonten können demzufolge nur dann erstellt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler bzw. bei unter 18-Jährigen deren Erziehungsberechtigte den Nutzungsbedingungen zustimmen und ihr Einverständnis in die Datenverarbeitung erklären. Bei Schülerinnen und Schülern zwischen 14 und 18 Jahren ist sowohl die Zustimmung der Erziehungsberechtigen als auch der Schülerin bzw. des Schülers erforderlich. Die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden." Im Leitfaden zur Nutzung des MS Teams-Angebots des KMs (zu finden auf der Homepage), findet sich jedoch auch folgender Absatz zur Verpflichtung von Lehrkräften: "Lehrkräfte können zur dienstlichen Nutzung von Teams verpflichtet werden, soweit sich diese Verpflichtung nicht auf private Geräte der Lehrkraft erstreckt. Diese Verpflichtung betrifft jedoch nicht den Umfang der Nutzung. Folglich ist damit auch keine Verpflichtung verbunden, die Videostreamfunktion zu nutzen und das eigene Bild an Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer zu übertragen." Wird also ein Dienstgerät bereitgestellt, dass ggf. sogar im schulischen Netzwerk betrieben wird, kann die Schulleitung von den Lehrkräften die Nutzung von MS Teams verlangen, jedoch nicht die Durchführung von Video(!)-Konferenzen.
Wie unterscheidet sich das zentrale MS Teams-Angebot von dem "regulären MS Teams"?
Der Einsatz von MS Teams soll möglichst datenschutzfreundlich erfolgen. Daher liegt dem vom Staatsministerium bereitgestellten Angebot liegt ein datensparsames Konfigurations-Setting von Teams zugrunde. Die genauen Einstellungen hierfür liegen den BdBs zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor. Zudem ist der Funktionsumfang den besonderen Bedingungen angepasst. So ist beispielsweise die Einwahl per Telefonverbindung in ein Meeting möglich, was bei der A1-Lizenz von MS Teams sonst nicht enthalten ist. Die weitern bekannten Funktionen der Teams-Version des Staatsministeriums finden Sie auf der entsprechenden Homepage.
Wie kann ich MS Teams sinnvoll im Unterricht einsetzen?
Die Version des Staatsministeriums unterscheidet sich etwas von der „normalen“ Teams-Version. Nicht alle Funktionen sind verfügbar, daher können die hier verlinkten Tutorials eventuell nicht denselben Funktionsumfang abdecken, den Sie an Ihrer Schule vorfinden:
Wie können die für das Anlegen der Benutzerkonten erforderlichen Daten aus der ASV exportiert werden?
Auf dieser Seite werden die beiden Varianten für den Datenexport erklärt und Schritt-für-Schritt nachvollzogen. Die Vorgehensweise wird zudem in diesem Video gezeigt: